Cup der Superlative

Cup der Superlative

Das zweite Winterturnier der SG Einheit Zepernick E1 am 8. März 2020

Dass der Internationale Frauentag in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, bedauerten nur die Frauen in jenen Regionen, in denen dieser Tag ein Feiertag wäre. Alle übrigen freuten sich darauf, zwischen 9 und 12 Uhr mit einem Strauß Blumen und einem ausgedehnten und perfekten Sonntagsfrühstück beglückt zu werden. Mit zwei Ausnahmen, die wir in zwei Gruppen aufteilen, wobei es bei beiden Gruppen durchaus zu Überschneidungen kommen kann:

Gruppe A: Jene Frauen, die zwischen 9 und 12 Uhr leider nicht mit einem Strauß Blumen und einem ausgedehnten und perfekten Sonntagsfrühstück beglückt wurden.

Gruppe B: Sie Spielermütter der SG Einheit Zepernick E1. –

Die Spielermütter – UND Spielerväter!!! – der SG Einheit Zepernick E1 standen allerspätestens um 6 Uhr auf, um allerspätestens 7 Uhr – voll bepackt mit Rührgeräten, Waffeleisen, rohen Eiern, gekochten Eiern, Schüsseln, Kuchen, Obst, Schalen usw. – auf der Matte, sprich der Empore der Schwanenhalle in Schwanebeck zu stehen und den „Cup der Superlative“ – das zweite Winterturnier des Teams – vorzubereiten und den ganzen Tag zu begleiten.

Wo gibt es die besten Eierkuchen der ganzen Republik? Im Kaffeehaus Madlen in Röntgental!

Und wo gibt es das beste Turnier-Buffet in der Republik? Beim Zepernicker Turnier – dem „Kaffeehaus Madlen Cup“!

Zunächst konnte man meinen, man wäre beim Hochsprung-Wettkampf, den jedes Mal wird die Latte qualitativ und quantitativ noch ein bisschen höher gelegt: Obstbecher, Waffeln, Crêpes, Kuchen, Torten, Muffins, Bockwurst, Wiener, Hotdogs, Toasts, belegte Brötchen in allen Varianten, Bratwurst, Hühnchen- und Schweinesteaks frisch vom Grill, ein breitest aufgestelltes Arsenal an Kalt- und Heißgetränken … – all das war schlichtweg ein Paradies für hungrige und durstige Genießer*innen …

Wo waren wir nochmal? Ach ja, nicht bei „Butter Lindner“, sondern auf einem Fußballturnier. Die gesamte Logistik, das Schiedsgericht, die Beschallung, Moderation und Technik (Spielplan sekündlich aktualisiert, als QR-Code zu laden und zusätzlich noch live als Projektion an der Wand) standen der kulinarischen Perfektion in nichts nach.

Also gab es schon mal zwei beste Voraussetzungen für ein gelungenes Turnier.

Und dann kam auch noch der Fußball dazu. Also ein Ball, zwei Schiedsrichter und zweimal zehn Mannschaften. Noch so ein Superlativ. Gute Mannschaften aus Berlin und Brandenburg kamen zusammen und lieferten sich sehenswerte Spiele.

Überragender Sieger der Vormittagsrunde war der VfB Einheit zu Pankow vor der TSG Einheit Bernau und dem FC Wilmersdorf. Den vierten Platz erzielte der FSV Rot-Weiß Prenzlau, gefolgt vom SV Karow 96 und unseren Freunden vom TSV Mariendorf. Platz sieben ging an den BSV Rot-Weiß Schönow. Die Jungs aus Zepernick – wegen einer Absage in zwei Teams spielend – hangelten sich vor der SG Prenzlauer Berg 1990 auf die Plätze acht und neun.

Ganz so war das mit der Gastgeber-Bescheidenheit nicht gedacht, aber wie sagte Kölns Trainer Peter Stöger 2017 zur Ausbeute von 2 Punkten nach 10 Spielen gleich noch mal? „Es fehlt immer ein bisschen. Und dadurch fehlt am Ende ziemlich viel.“

Unsere Trainer könnten einen abendfüllenden Vortrag darüber halten, was alles ein bisschen und ziemlich viel fehlte. Die Jungs selbst wiederum können das ganz sachlich und präzise in einem Satz zusammenfassen: „Uns fehlten einfach zwei Spielminuten [die Vorrundenspiele wurden in je 8 Minuten ausgetragen], um die Gegentore auszugleichen und das Spiel zu wenden.“ – Vielleicht dachten sie aber auch einfach nur, dass zwischen 9 und 13 Uhr das Aufwärmtraining stattfindet ;-)

Bestens aufgewärmt und gut gelaunt traten die Kicker der Zepernicker E1 dann in der Nachmittagsrunde an und ein wenig kräftiger in den Ball, kamen in der Vorrunde auf einen guten 3. Platz in ihrer Gruppe, um schlussendlich im Spiel um den 5. Platz gegen Borussia Pankow zu unterliegen. Das Finale bestritten in einem spannenden Match Nordbahn Glienicke und der Sportclub Rapide – der Siegerpokal ging nach Glienicke. Platz drei und vier belegten der FSV Berolina Stralau und der SV Berlin Chemie Adlershof. Der SC Staaken e.V. 1919, der SV Mühlenbeck, der Lichtenrader BC, und die E2 der SG Einheit Zepernick verteilten sich auf die Plätze sieben bis zehn.

Es war ein fußballerisch anspruchsvolles Turnier mit tollen Mannschaften, fairen Spielen und einer guten Stimmung.

Dank an das Kaffeehaus Madlen für die großzügige Unterstützung! Dank an Nicole und Dennis für die perfekte Orga und all ihr Engagement für unsere jungen Kicker! Dank an alle Eltern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihren wunderbaren Zusammenhalt! Dank an unsere Schiedsrichter den Neunstundentag im Dienste des Fairplay! Dank unseren Jungs für ihr Durchhaltevermögen und die nahezu pausenlos gute Laune! Dank an alle Teams, dass sie da waren und das Turnier mit fairen und guten Spielen zu einem Erlebnis werden ließen!

Und um nochmals auf die Superlative zurückzukommen: Welcher war der schönste Cup nach 25 gespielten Turnieren in diesem Winter für den FC Wilmersdorf? Das Winterturnier der SG Einheit Zepernick!

Ein besseres Feedback können wir uns nicht wünschen und einen schöneren Frauentag kann sich keine Spielermutter vorstellen …

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